Feuerwehr Recklinghausen

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Historie

Historie des Löschzuges Altstadt

1878

Die "Initialzündung" zur Gründung der ersten Freiwilligen Feuerwehr in Recklinghausen, geht auf einen Brand am 22. Januar 1878 zurück. Damals war es in der Kunibertistraße zu einem Brand gekommen. Bereits am 25. Januar wurde durch einen Aufruf "mehrerer Bürger" eine Versammlung in der Gaststätte im Märkische Hof aufgerufen. Dort steht heute das Gebäude der Commerzbank am Altstadtmarkt. Zur ersten Versammlung war auch der damalige preussische Landrat Freiherr von Reitzenstein geladen, der aus seiner Verwaltungserfahrung das Comite vorschlug. Der damalige Bürgermeister Hagemann führte in diese Versammlung ein. So begleiten die staatliche Kreispolizeibehörde und die Exekutive der Stadt die Gründungsphase, beide im Rahmen der eigenen Zuständigkeiten für den Brandschutz. Da von diesen Seiten die am 3. Februar ausgearbeitete Satzung aus Formaljuristischen Gründen nicht beanstandet wurde, konnte man am 17. Februar 1878 die Gründung der ersten Freiwilligen Feuerwehr in Recklinghausen verzeichnen. Die Beteiligung der Stadtverwaltung war jedoch nicht uneigennützig; oblagen ihr doch die Finanzlast und Verantwortung für eine wirksame Organisation des Feuerlöschwesens. Beides versprach die freiwillige Wehr einsatzfreudig und kostengünstig zu gewährleisten.

Der erste Leiter der Feuerwehr war der Steuereinnehmer, Hauptmann a.D. von Weddel, der laut den Akten des Stadtarchivs bereits am 16. Februar 1878 durch den Magistrat der Stadt bestellt wurde. Im Gründungsjahr der Wehr hatte die Stadt Recklinghausen rund 5500 Bürger, und das Personal der Verwaltung umfasste nur einen Bürgermeister, einen Rendanten, einen Gehilfen und einen Polizeidiener. Die Ausrüstung umfasste in den ersten Monaten lediglich drei Wasserkuppen und Eimer sowie mehrere Leitern und Brandlaken, die auf einem zum Gerätewagen umfunktionierten Karren verlastet waren.

Schon am 27. Juli 1878 kam es zum ersten Brandeinsatz der neuen Feuerwehr, als nach einem Blitzschlag bei einem Wirt in der Altstadt ein Brand ausbrach.
 

1890

Am 29. März des Jahres 1890 kam es dann zum ersten dokumentierten Großeinsatz für die noch junge Feuerwehr. Am Paulsörter wurden 20 Häuser und der Turm der Petrinum-Gymnasialkirche durch ein Feuer in Schutt und Asche gelegt.

 

1893

Mit der Anerkennung der Satzung von Bruch begann 1894 die eigenständige Geschichte der Ortswehr Altstadt. Für die Darstellung der Folgezeit bleibt es gleichwohl notwendig und sinnvoll, die gesamtstädtische Entwicklung jeweils mit einzubeziehen. Erfreulicherweise verzeichnen die Verwaltungsberichte 1893 bis 1911 im wesentlichen nur kleine und etwa 20 mittlere Brände pro Jahr. Zur Nachbarortshilfe wurde die Wehr wiederholt angefordert. Das Großgerät wurde von der Stadt regelmäßig erneuert.

 

1894

Im Jahre 1894 verfügte der Löschzug Altstadt über 70 aktive Wehrmänner. Im selben Jahr wurde auch in der Südstadt ein Löschzug aus der Bürgerschaft gegründet. Im Hof des damaligen Rathauses am Altstadtmarkt war der junge Löschzug Altstadt und ihre Geräte untergebracht.

 

1903

In diesem Jahr wurde eine fahrbare freistehende Magirus-Leiter beschafft, die schon 1910 durch eine Neue mit 22m Steighöhe ersetzt wurde.

 

1903


Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Recklinghausen im Jahr 1903

 

1907

Im Jahre 1907 kam es am 27. Mai zu einem Großbrand im Restaurant Feldhoff am Holzmarkt, bei dem erstmals auch Wehren aus den Nachbarstädten und der Südstadt zur Hilfe eilten.

 

1907

Am 7. November 1907 wurde das neue Depot am Herzogswall an die Feuerwehr übergeben. Damit erhielt die Feuerwehr eine entsprechende Unterkunft, welche zentral im Stadtgebiet lag und damit alle Objekte im Stadtgebiet schnell erreichen konnte. 

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Außerdem wurde ein Mannschaftswagen angeschafft.

 

1912

Die Zahl der Feuermeldestellen stieg im Löschbezirk Altstadt 1912 auf 28, in der Gesamtstadt auf 62. Die Alarmierung erfolgt zunächst durch Hornisten(Hornbläser). Im selben Jahr eskalierten die Spannungen zwischen der Altstadtwehr und der Stadt über eigenmächtige Beschaffungen. Es ging immerhin um 300 Schläuche, die die Wehr ohne Rückfrage bestellt hatte, die Stadt aber nunmehr bezahlen sollte. In dem zuständigen Ausschuss vertrat der zweite Bürgermeister den Standpunkt des Magistraten, der ihm auch demonstrativ den Rücken stärkte. Die Reaktion der Wehr war spektakulär: Mit dem damals noch stellvertretenden Löschzugführer Friedrich Lynen erklärten 43 Mitglieder von 50 den Austritt. Der Magistrat fasste den Beschluss zur Errichtung einer Zwangswehr.

 

1914

Diese hoffnungsvolle Entwicklung im Löschzug Altstadt wurde durch den 1. Weltkrieg abrupt unterbrochen. Hatte die Wehr vorher noch 52 Mitglieder, so war diese Zahl drei Jahre später bereits nominell auf 44 zurückgegangen; davon standen 17 Feuerwehrmänner an der Front. Um die Einsatzkraft überhaupt noch zu erhalten, wurden Lehrlinge, Schüler der Oberklassen der Gymnasien und Studenten der Lehrerseminare für eine Jungmannschaft geworben. Acht Mitglieder der Wehr kehrten nicht in die Heimat zurück.

 

1921

hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, von Düsseldorf den letzten pferdebespannten Löschzug zu kaufen, wobei Altstadt die Gasspritze und Süd die 22m lange Drehleiter bekam. Am 4. Juli 1924 fasste die Deputation den Grundsatzbeschluss, die Wehren zu Automobilisieren und ein elektrisches Fernmelde- und Alarmsystem einzurichten.

 

1925

wurde je ein Magirus-Löschfahrzeug aus Mannschaftswagen mit eingebauter Gas- und angehängter Motorspritze für Altstadt und Süd beschafft; des weiteren stieg die Mitgliederzahl wieder auf 54 Feuerwehrmänner.

 

1928

wurde ein Mannschafts- und Rettungswagen beschafft und zentral am Herzogswall stationiert.

 

1928

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Löschzug Altstadt im Jahr 1928

 

1929

Der bis dato größten Einsatz forderte die Feuerwehr am 30. Juli, als der Dachstuhl des alten Prosperhospitals brannte. Durch den Einsatz aller Züge und weiterer Nachbarwehren konnte das gesamte Krankenhaus evakuiert und weiterer Sachschaden minimiert werden. Im folgenden Jahr ist die Altstadtwehr voll motorisiert und verfügt über eine Magirusdrehleiter mit 25 Metern Steighöhe. Dieses Fahrzeug ist bis heute erhalten und befindet sich noch immer im Eigentum unserer Stadt.

 

Die Funkmeldeanlagen für Altstadt und Süd waren 1929 komplett.

 

1930

wurde, erneut von Magirus, eine voll motorisierte Drehleiter mit 27m Auszugslänge gekauft.

 

1934

Am 4. Februar gründete sich nach Aufhebung des bisherigen Stadtfeuerwehrverbandes der Kreisfeuerwehrverband der Stadt Recklinghausen. Die bisherigen freiwilligen Wehren beschlossen zeitgleich ihre Auflösung und bestellten Liquidatoren. Im Mai 1934 stand die neue Organisation, die Gleichschaltung war vollzogen. Recklinghausen wurde in 10 Löschbezirke aufgeteilt, wobei Altstadt seinen Traditionsbezirk behielt. Führer der Altstadtwehr mit einer Sollstärke von 35 Mann und 27 im Halbzug wurde der Schreinermeister Josef Reddemann, der zugleich stellvertretender Kreiswehrführer wurde. Die sechs Normal- und vier Halbzüge hatten insgesamt eine Sollstärke von 319 Mann.

 

1935

zählte die Altstadt 53 Aktive.

 

1945

Am 23 März - acht Tage vor dem Einmarsch der Amerikaner hatten die Einheiten der Luftschutzpolizei (Feuerwehr) ihren größten und gefährlichsten Einsatz. Das Nordviertel wurde zwischen Wicking- und Tellstraße, Börster- und Oerweg nahezu völlig von einem Flächenangriff, der eigentlich den Bahnanlagen galt, zerstört. Die Altstadt verlor 10 Kameraden an der Front und weitere drei blieben vermisst. historisch_altstadt_clip_image001_0005

 

1953

Aufgrund der Wandlung der Einsätze in den Bereichen der technischen Hilfeleistung, des Umweltschutzes, des Chemie- und Strahlenschutzes und des Vorbeugenden Brandschutzes wurde die Hauptfeuerwache am Herzogswall starken Änderungen und Erweiterungen unterworfen, die zum Teil durch Selbsthilfe erweitert wurden, durch den Bau eines Neubaus. In den 50ziger Jahren wurden die Freiwilligen Feuerwehrleute mit Hilfe von großen Klingeln, die am Haus angebracht waren, alarmiert. Problematisch waren deren Wartung und der Unterhalt. Des Weiteren übernahmen oft hauptamtliche und freiwillige Kräfte noch gemeinsam die ersten Einsätze und viele freiwillige Feuerwehrmänner wohnten oder arbeiteten in der direkten Nachbarschaft der Hauptfeuerwache.

 

1970

Umstellung auf analoge Alarmierung durch Sirenen und Funkmeldeempfänger.

 

1975

wurde eine weitere Erweiterung der Hauptfeuerwache fertig gestellt.

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1988

wurde das Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 in den Dienst des Löschzuges Altstadt gestellt.

 

1989

wurde das Gruppenlöschfahrzeug LF 16-TS in den Dienst des Löschzuges Altstadt Gestellt.

 

1992

erfolgte die Umstellung auf digitale Alarmierung.

 

2000

Baubeginn der neuen Feuer- und Rettungswache.

Am 6. Juli 2000 kam es zu einem Druckgefäßzerknall auf einer Tankstelle an der Friedrich- Ebert- Straße. 2 Personen kamen trotz aller Bemühungen ums leben. Der Löschzug war mehr als 5 Stunden im Einsatz.

 

2001

wurde das neue Löschgruppenfahrzeug 16/12 in den Dienst des Löschzuges Altstadt gestellt.

 

2002

wurde das neue Domizil der Löschzüge Altstadt und Ost und der hauptamtlichen Wache an der Kurt-Schuhmacher-Allee fertig gestellt.

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2003

feierte der Löschzug Altstadt 125-Jähriges Jubiläum125 jahre altstadt

 

2004

beträgt die Mannschaftsstärke des Löschzuges 62 Aktive.

 

2005

Am 22.Juni 2005 kam es zu einem Großeinsatz bei einem Hertener Entsorgungsunternehmen, wobei der Löschzug Altstadt überörtliche Hilfe leistete.

 

2007

"Kyrill" ein Jahrhundertsturm zieht über Recklinghausen, der Löschzug Altstadt ist mehr als 10 Stunden im Dauereinsatz. Ein Kamerad erlitt einen Herzinfarkt. Außerdem wird Mitte des Jahres dem Löschzug ein Gerätewagen-Transport (GW-T) übergeben.

 

2009

Im Januar brennt ein Dachstuhl an der Paulusstraße in voller Ausdehnung, der Löschzug Altstadt ist mehr als 7 Stunden im Einsatz. Im Juli und Oktober ziehen 2 starke Unwetter über Recklinghausen der Löschzug Altstadt ist die ganze nacht im Einsatz.

 

2010

Im Juli und August ziehen starke Unwetter über NRW der Löschzug Altstadt hilft in Herten aus und fährt zur Hochwasserhilfe in den Kreis Steinfurt an dem auch andere Löschzüge aus Recklinghausen und NRW beteiligt sind.

 

2013

Der Osten Deutschlands wird von einer Jahrhundertflut getroffen, aus ganz Deutschland machen sich Einsatzkräfte auf den Weg um Hilfe zu leisten. Auch der Löschzug Altstadt schickt Kameraden mit einer Gruppe aus dem Kreis Recklinghausen zum Einsatzgebiet!

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Seit der Gründung wurde der Löschzug Altstadt durch mehrere Männer geführt. An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über diese Männer mit dem jeweiligen Jahr des Amtsantritts verschaffen:

1878

Steuereinnehmer von Weddel

1882

Dr. Huesker

1884

Kaufmann Schipper

1886

Gerbereibesitzer Eick

1895

Schornsteinfegermeister Drenhaus

1898

Kaufmann Nieland

1905

Stadtlandmesser Balzereit

1907

Bauinspektor Martin Sopp (der später durch die Bezirksregierung Münster zum Branddirektor von Recklinghausen und Führer der Gesamtwehr ernannt wurde)

1908

Anstreichermeister Lynen

1929

Stadtbaumeister Witt

1933

Schreinermeister Reddemann

1938

Stadtinspektor Schäfer (der nach dem Krieg zum Brandamtmann wurde)

1943-1947

Ernst Schlüter sen. und Johann Breloer als kommissarische Führer des Löschzuges Altstadt

1964

Franz Knoche

1965

Brandamtmann Heinrich Fertmann

1974

Hauptbrandmeister Günter Wiencke

1985

Paul Dreyer

1993

Lothar Izaber

2003

Reinhard Zimmermann

seit 2009

Matthias Bicks
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