Feuerwehr Recklinghausen

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Fahrzeuge

Grundsätzlich gibt es in Deutschland verschiedene Fahrzeugtypen im Rettungsdienst, die unterschiedlich ausgestattet und besetzt sind und so auch für unterschiedliche Einsätze vorgehalten werden.

Grob benannt gibt es Deutschland drei verschiedene Typen von Fahrzeugen im Rettungsdienst:

  • Den Krankentransportwagen (KTW)
  • den Rettungstransportwagen (RTW)
  • und das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF).

Was ist aber nun was?


Die Ausstattung der ersten beiden genannten Fahrzeugtypen ist in einer europäischen Norm geregelt, und zwar in der DIN EN 1789. Diese europäische Norm sieht vier Fahrzeugtypen vor:

  • Krankenkraftwagen Typ A1, Patient Transport Ambulance
  • Krankenkraftwagen Typ A2, Patient Transport Ambulance
  • Krankenkraftwagen Typ B, Emergency Ambulance
  • Krankenkraftwagen Typ C, Mobile Intensive Care Unit


Ihr seht: Diese grundlegende Norm kennt den deutschen Begriff des “Rettungswagen” gar nicht, sondern spricht von Krankenkraftwagen unterschiedlichen Typs.


Wo aber liegt der Unterschied zwischen diesen ganzen Fahrzeugen?!
Die Ausstattung und damit die Eignung für medizinische Notfälle steigert sich von Typ zu Typ.


Krankenkraftwagen Typ A1 kommen aufgrund ihrer äußerst geringen Ausstattung im qualifizierten Krankentransport so gut wie nicht zum Einsatz.


Krankenkraftwagen Typ A2 sind hingegen die klassischen Krankentransportwagen, wie sie jeder schon einmal gesehen hat. Ihre Ausstattung besteht grundlegend aus Tragestuhl, Fahrtrage, Absaugung, Sauerstoffanlage und einem Notfallkoffer. Besetzt werden sie mit zwei Personen, einem Rettungshelfer und einem Rettungssanitäter. In Recklinghausen werden von zwei Fahrzeuge dieses Typs vorgehalten und durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Auftrag der Stadt besetzt.


Auch Krankenkraftwagen Typ B kennt die Norm. Diese Fahrzeuge werden auch als Notfallkrankenwagen bezeichnet. Sie sind Fahrzeuge, die im Krankentransport und in der Notfallrettung eingesetzt werden. Ausgestattet sind sie wie ein Rettungswagen und verfügen zudem noch über einen Tragestuhl. Desweiteren ist ihr Platzangebot im Inneren, also beim Patienten, kleiner, so dass ein arbeiten im Patientenraum weniger komfortabel ist. Besetzt sind sie mit einem Rettungsassistenten und einem Rettungssanitäter, so können sie dann auch in der Notfallrettung eingesetzt werden. Wenn sie nur mit Rettungshelfer + Rettungssanitäter besetzt sind, dürfen sie nicht planmäßig in der Notfallrettung eingesetzt werden. In Recklinghausen wird ebenfalls ein KTW-B vorgehalten, der ebenfalls wie die KTW Typ A2 durch das DRK besetzt wird.


Die nächste Steigerung ist der so genannte Krankenkraftwagen Typ C, die Mobile Intensive Care Unit, der klassische Rettungswagen. Er wird benutzt, um Notfallpatienten zu versorgen und ins Krankenhaus zu transportieren. In einem Rettungswagen werden alle Medikamente und Geräte vorgehalten, die zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und zum Abwenden schwerer gesundheitlicher Schäden notwendig sind. Zur leichteren Versorgung des Patienten direkt am Einsatzort ist ein Teil der medizinischen Ausrüstung transportabel in einem Notfallkoffer gelagert. Zudem verfügen Rettungswagen über Sauerstoffanlagen und Beatmungsgeräte, Absaugungen und einen Defibrillator. Im Innenraum ist ausreichend Platzangebot, um den Patienten von allen Seiten zu versorgen. Besetzt werden RTW in NRW mindestens mit einem Rettungssanitäter und einem Rettungsassistenten/ Notfallsanitäter. In Recklinghausen werden zusammen vom DRK und der Feuerwehr insgesamt vier RTW vorgehalten, von denen drei rund um die Uhr im Einsatz sind. 

Ein anderes Fahrzeug, dass im Rettungsdienst eingesetzt wird, ist das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF). Diese Fahrzeug dient als Notarztzubringer im Rendezvous-System. In diesem System kommen Notarzt und RTW getrennt zum Einsatzort und treffen sich erst an der Einsatzstelle. In vielen Fällen ist es nach der erfolgreichen notärztlichen Versorgung nicht erforderlich, dass der Notarzt den Patienten auch beim Transport ins Krankenhaus begleitet. In diesen Fällen wird der Patient dann an den ebenfalls an der Einsatzstelle befindlichen Rettungswagen und dessen Besatzung übergeben, und das NEF-Team ist dadurch bereits wieder einsatzbereit für den nächsten Auftrag der Rettungsleitstelle. Macht der Zustand des Patienten jedoch die Anwesenheit des Notarztes auch auf dem Weg ins Krankenhaus zwingend nötig, kann dieser jederzeit den Notfallpatienten im Rettungswagen in die Zielklinik begleiten. Fahrzeuge, die als NEF eingesetzt werden, sind in der Regel PKW in Kombi-Ausstattung,. Die Anforderungen an NEF sind in Deutschland in der DIN 75079 geregelt, eine europaweite Norm existiert nicht. Ausgestattet sind NEF mit vielen medizinischen Teilen, u.a. all das, was auch ein RTW mit sich führt, zusätzlich noch spezielle medizinische Gerätschaften. In NRW wird das NEF von einem Rettungsassistenten/ Notfallsanitäter gefahren und der Notarzt ist Beifahrer. Der Rettungsdienst in Recklinghausen hält zwei NEF bereit, die an unterschiedlichen Krankenhäuser stationiert sind und wöchentlich das Krankenhaus wechseln. Eines der NEF ist rund um die Uhr besetzt. 

Zusätzlich neben den genannten Fahrzeugen gibt es noch Notarztwagen (NAW). Diese Fahrzeuge sind quasi RTW mit einem Notarzt an Bord. Dieses System wird aber, insbesondere wegen der fehlenden Flexibilität, generell nur noch selten eingesetzt.
Für besondere Einsatzlagen und als Notarztzubringer gibt es dazu noch Rettungshubschrauber (RTH).

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