Die Fernmeldetechnik der Feuerwehr

Der "Feuerwehrfunk"

In der Bundesrepublik sind alle Behörden- und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) mit speziellen Funkgeräten und anderem Fernmeldegerät ausgerüstet, um zur Erfüllung ihrer Aufgaben miteinander zu kommunizieren. Diese BOS-Geräte senden ihre Funksignale auf speziell reservierten Frequenzen. Funkgeräte für die BOS sind so gebaut, dass z.B. ein Polizeifahrzeug der Autobahnpolizei auf den Funkkanal der Feuerwehr Recklinghausen umschalten kann, um dort mit einer Fahrzeugbesatzung oder der Leitstelle zu sprechen. Damit der reguläre Funkverkehr zwischen den Einsatzfahrzeugen und der Leitstelle nicht überlastet wird, verfügen die Fahrzeuge über das so genante Funkmeldesystem (FMS) mit deren Hilfe ein digitales Kurztelegramm mit einer vorher festgelegten Bedeutung an die Leitstelle gesandt wird. Der Einsatzleitrechner der Leitstelle kann dann z.B. die Zeit protokollieren wann das Fahrzeug ausgerückt bzw. am Notfallort eingetroffen ist

Neben den Funkgeräten, wie sie in den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes verwendet werden, gibt es auch Handfunkgeräte mit denen Einsatzkräfte vor Ort sich z.B. in einem brennenden Haus verständigen können. Man unterscheidet hierbei zwischen den 4-meter (Fahrzeuge) und 2-meter (an Einsatzstellen) Frequenzen. Ebenfalls über die 2-meter Frequenzen werden auch die Freiwilligen Löschzüge und der Rettungsdienst alarmiert. Hierbei werden entweder digitale Kurztexte von der Leitstelle gesendet und auf so genannten Alpha-Numerischen-Meldern dargestellt oder ein "normaler" Funkmeldeempfänger löst ein lautes akustische Signal aus.

 

Die Feuerwehr Recklinghausen wartet ihre Funkgeräte und Funkmeldeempfänger ("Piepser") sowie Handlampen und gelbe Warnblitzer in einer eigenen Werkstatt. Diese wird von Beamten betreut, die einen elektrotechnischen Beruf erlernt haben. Diese Beamten versehen ihre Arbeit in der Werkstatt zusätzlich zu ihrem normalen Einsatzdienst. Ihnen steht dafür modernes Gerät und Werkzeug zur Verfügung.

 

Zahlenmäßig betreut die Funkwerkstatt rund 350 Meldeempfänger von Rettungsdienst und Brandschutz in Recklinghausen. Dazu kommen rund 150 tragbare Funkgeräte.